In diesem Beitrag werde ich mich mit dem Bankroll-Management beschäftigen und die Wichtigkeit eines guten Bankroll-Management aufzeigen.
Die Bankroll ist der Betrag, den ein Spieler zur Verfügung hat, um Poker zu spielen.
Es gibt viele Spieler, die trotz guter Fähigkeiten und Kenntnissen sich in viel zu hohe Partien einkaufen. Mit „zuhoch“ sind sowohl Partien mit zu großem Buy-In als auch Partien mit zu starken Spielern gemeint, was natürlich bei größeren Buy-In´s zwangsweise die Folge sein wird.
Viele Spieler sehen, dass auf höheren Limits das große Geld gewonnen werden kann und lassen sich durch diese Tatsache blenden und schalten den Faktor Varianz ( siehe späterer Beitrag ) ganz aus.
Um dies zu vermeiden werde ich im folgenden, einige Beispiele bringen und dem Leser verdeutlichen, wie wichtig ein gutes Bankrollmanagement ist.
Grundsätzlich kann man sagen, dass man sich nie mit mehr als 5% seiner Bankroll in eine Partie einkaufen sollte, dies bezieht sich auf das Cashgame. Sollte man im laufe der Zeit seinen Stack auf 10% der Bankroll ausgebaut haben, ist es ratsam den Tisch zu verlassen, da sonst zu viel Geld der gesamten Bankroll auf einmal im Spiel ist.
Bsp.: Bankroll 1000$, Cashgame im Spiel 50$ ? Double Up auf 100$ = Tisch verlassen
Bei Turnieren gilt ein etwas anderer Ansatz.
Bei Turnieren sollte man nie mehr als 1-2% seiner Bankroll einsetzen. Hierbei unterscheidet man außerdem zwischen so genannten Sit and Go’s, meistens mit 9 oder 10 Spielern und großen MTT´s (Multi Table Tournaments) mit mehreren Tischen und Spielern.
Bei Sit and Go’s könnte man bis zu 2% seiner Bankroll einsetzen, während man bei MTT´s aufgrund der höheren Varianz nur 1% seiner Bankroll aufs Spiel setzen sollte, da man hier durchaus ein paar mal ohne Cash ausscheiden kann und sonst einen erheblichen Teil seiner Bankroll verloren hat.
Bsp.: Bei Sit and Go´s sollte ein ROI (Return on Investment) von 10% - 15% erreicht werden, wo hingegen bei MTT´s dies etwas anders gesehen wird und man rein statistisch nur jedes 7-8 mal ins Geld kommt.
Dies kann einem ROI von 2% entsprechen oder auch 400% wenn man ein Turnier gewinnt. Man sieht hier ganz deutlich, dass die Spanne/Varianz bei MTT´s viel größer ist als bei Sit and Go´s.
Durch Bankroll-Management ist klar vorgeben welche Limits man spielen darf und welche nicht.
Wenn man langfristig im Poker Erfolg haben will sollte man sich unbedingt an ein striktes und zu Beginn, konservatives Bankroll-Management halten.
Wenn all dies eingehalten wird, ist die Gefahr „broke“ (dt. Pleite) zu gehen sehr gering und man kann das Risiko eines totalen Verlustes seiner Bankroll auf annähernd 0% reduzieren.









































